Angebote

 

Immer wieder gibt es Anfragen von Menschen, die heidnische Zeremonien (z. B. Hochzeiten, Wasserweihen von Neugeborenen, Bestattungen, Feste und dergl.) wünschen, die vom Allsherjargoden durchgeführt werden sollen.

 

Allsherjargode v. Nahodyl Neményi bei einer Wasserweihe (heidnische Taufe).

 

Rituale und Weihen

Die aufgeführten Zeremonien werden vom Allsherjargoden geleitet; nach alter Priestertradition muß dafür auch als Gegenleistung eine Bezahlung erfolgen, denn das Abhalten eines Rituals für einen Goden bedeutet eine große Anstrengung und Abgabe von spiritueller Kraft. Jeder Heide kann solche Zeremonien auch selbst ausführen, unter Leitung des Allsherjargoden aber ist ein Ritual viel wirksamer, als wenn es nichtgeweihte und nicht dafür ausgebildete Menschen durchführen.
 

Rituale

  • Heidnische Hochzeit (Eheweihe, -leite);
  • Wasserweihe eines Neugeborenen (heidnische Taufe);
  • Bestattungsritual;
  • Grundsteinlegungsritual;
  • Zelebrierung eines Jahreskreisfestes für eine Gruppe.
     

Weihen

  • Wohnungsweihe (z. B. vor einem Einzug);
  • Weihe von Gegenständen (z. B. Schiffe usw.);
  • Weihe von Amuletten und Talismanen (z. B. Thorshammer): ermäßigt 100 €
     

Weitere Zeremonien auf Anfrage. Die Kosten richten sich nach dem jeweiligen Aufwand. Rituale: 300 € (zuzügl. ggfls. Kosten für Fahrt und Unterkunft), Weihen: 200 €. Bitte benutzen Sie für Anfragen an den Allsherjargoden das Kontaktformular.

 

Ein heidnisches Jahresfest (Hochzeit) in einem Heiligtum. Auf den beiden Hockern am Mittsommerbaum saßen später die Brautleute.

 

Bücher
 

Im Jahre 1988 erschien das erste Buch von Géza v. Nahodyl Neményi, "Heidnische Naturreligion" das heute nur noch antiquarisch erhältlich ist. Es entwickelte sich zu dem Standarteinführungsbuch in das germanische Alt-Heidentum und hat die heidnischen Vorstellungen in Deutschland maßgeblich geprägt. 2004 wurde es durch die überarbeitete Fassung "Götter, Mythen, Jahresfeste" ersetzt.

 

                                                        

                           

                     

 

Veröffentlichungen von Géza v. Nahodyl Neményi (mehr Informationen zu den einzelnen Büchern finden sich hier):

Heidnische Naturreligion - Altüberlieferte Glaubensvorstellungen, Riten und Bräuche, Johanna Bohmeier Verlag, Bergen 1988, ISBN 3-89094-117-6 (nur noch antiquarisch zu bekommen). Das frühere Standardeinführungsbuch in das germanische Altheidentum oder traditionelles Ásatrú.

Der Ursprung biblischer Mythen - Die Enträtselung christlicher Glaubensvorstellungen. Erweiterte und überarbeitete Fassung von "Heidnische Mythen in der Bibel", (Berlin 1997). Books on Demand 2015, 388 Seite, 52 Abbildungen, ISBN 978-3-7347-7522-2 (16,80 €). Das Buch zeigt auf, daß praktisch alle Bestandteile der Bibel aus älteren heidnischen Kulturen übernommen wurden.

Heilige Runen - Zauberzeichen des Nordens, Heyne 2003, 2. Auflage Ullstein 2004, 460 Seiten, 99 Abbildungen, ISBN 3-453-86457-3 (€ 11,95). Die Runen werden in diesem Buche erstmals unter Zuhilfenahme nahezu aller Quellen gedeutet und auf ihre indogermanischen Wurzeln zurückgeführt. Es finden sich die überlieferten Runenlieder, der Runenmythos, Tabellen mit den Runennamen nach mittelalterlchen Handschriften, Runeninschriften (z. B. Runensteine), Runenzauber, Runenwerfen und Geheimrunen. Durch die Fülle der Quellen unentbehrlich für jeden Runologen.

Священные руны. Магические символы севера (Heilige Runen - Zauberzeichen des Nordens, russische Übersetzung), Veligor Verlag, Moskau 2005, 384 Seiten, ISBN 5-88875-046-8

Götter, Mythen, Jahresfeste - Heidnische Naturreligion, Reihe Altheidnische Schriften, Kersken-Canbaz-Verlag 2004, 284 Seiten, 40 Abbildungen, ISBN  3-89423-125-4 (€ 23,90). Dieses Buch ist ein Einführungsbuch in das germanische Altheidentum, wie es in der GGG, HG und anderen Gruppen seit 20 Jahren praktiziert wird. Die einzelnen Gottheiten werden vorgestellt, die Mythen der Germanen, Recht und Sitte, Heiligtümer, Priestertum, Jenseitsvorstellungen und Geisterglaube. Die acht Feste des Jahreskreises sowie die Feste des Lebenskreises werden mit ihren Mythen und Bräuchen behandelt.

Die Wurzeln von Weihnacht und Ostern - Heidnische Feste und Bräuche, Reihe Altheidnische Schriften, Kersken-Canbaz-Verlag 2006 275 Seiten, 62 Abbildungen, ISBN 3-89423-132-7 (€ 24,80). Unsere bekannten Feste wie Weihnachten, Fasnacht, Ostern, Maifest usw. gehen auf die uralten Jahresfeste unserer heidnischen Vorfahren zurück und wurden durch das Christentum nur oberflächlich umgedeutet. In diesem Buche werden die acht Jahresfeste mit ihren heidnischen Bräuchen unter Anfügung der alten Quellen und Überlieferungen beschrieben. Es ist zugleich eine Anleitung, wie man diese Feste auch heute wieder selbst feiern kann.

Kommentar zu den Götterliedern der Edda - Teil 1, Die Odinslieder, Reihe Altheidnische Schriften, Kersken-Canbaz-Verlag 2008, 250 Seiten, 20 teils farbige Abbildungen, ISBN 978-3-89423-133-0 (€ 29,80). Eine neue Übersetzung und Deutung der Edda aus einem heidnisch-religiösen Hintergrund. Geschichte und Bedeutung der Älteren und Jüngeren Edda und Einzelübersetzung und Deutung der Völuspá sowie der fünf Óðinslieder (Grímnismál, Váfþrúðnismál, Hrafnagaldr, Vegtamsqviða und Hávamál). Der einzigste z. Zt. erhältliche Eddakommentar zu diesen Liedern.

Kommentar zu den Götterliedern der Edda - Teil 2, Die Thorslieder, Reihe Altheidnische Schriften, Kersken-Canbaz-Verlag 2012, 150 Seiten, 26 teils farbige Abbildungen, ISBN 978-3-89423-134-7 (€ 22,80). Der 2. Band des auf 3 Bände ausgelegten Werkes, mit den Liedern, in denen der Gott Thórr, nach dem ja der Donnerstag noch heute benannt ist, im Vordergrund steht. Einzelübersetzung und Deutung der fünf Thórslieder (Hárbarðzljóð, Hymisqviða, Lókasenna, Þrymsqviða, Alvíssmál). Der letzte Band 3 ist inhaltlich abgeschlossen und wird 2014 erscheinen.

Kommentar zu den Götterliedern der Edda - Teil 3, Die Vanenlieder, Reihe Altheidnische Schriften, Kersken-Canbaz-Verlag 2014, 221 Seiten, 11 teils farbige Abbildungen, ISBN 978-3-89423-136-1 (27,80). Der Band behandelt die Lieder, in denen die Götterfamilie der Vanen im Mittelpunkt steht, sowie die restlichen Götterlieder (Skírnisför, Grógaldr, Fjolsvinnzmál, Rigsþula, Hyndluljóð) und in einem Anhang weitere mythologische Lieder (Heimdallargaldr, Sörla Þattr, Lokka táttur). Außerdem gibt es ein Gesamtregister für alle drei Bände.

Lieder der Vorzeit - Götterlieder, Heldenlieder und alte Volkslieder, Reihe Altheidnische Schriften, Verlag Books on Demand 2013, 391 Seiten, 12 Holzschnitt-Vignetten, fest gebunden, ISBN 978-3-8482-6853-5 (€ 39,80). Das Buch enthält 304 Lieder mit 327 Melodien (Notensatz), darunter zahlreiche Lieder aus Skandinavien. Es beginnt mit den altüberlieferten Melodien zur Edda und zu den Skaldenstrophen, dann folgen Götter- und Heldenlieder, mythische Lieder, Lieder des Tages- und Jahreskreises und im Anhang neuheidnische Lieder des vergangenen Jahrhunderts. Außer im Anhang handelt es sich um altüberlieferte Lieder, keine Kunstlieder.

Die Sprache der Vögel - Deutung von Angang, Flug und Stimme der Vögel, Erstfassung Berlin 1996. Reihe Altheidnische Schriften, Kersken-Canbaz-Verlag 2014, 160 Seiten, 60 Abbildungen, ISBN 978-3-89423-137-8 (€ 13,80). Die uralte Kunst germanischer Priester und Zeichendeuter, aus den Flugrichtungen, dem Angang und den Lauten der Vögel zu wahrsagen.

Das geistige und materielle Weltbild - Wie sich das ganzheitliche spirituelle Weltbild vom Weltbild des Materialismus unterscheidet. Books on Demand 2015, 128 Seiten, 22 Abbildungen, ISBN 978-3-7347-7323-5, (6,80 €).

Was unsere Märchen bedeuten - Deutung der bekanntesten Märchen aus der Sammlung der Gebrüder Grimm.  Books on Demand, Norderstedt 2015, 472 Seiten, 96 Abbildungen, ISBN 978-3-7347-9796-5, (16,80 €), auch als E-Book erhältlich.

Zukunftsschau mit Runen, Kersken-Canbaz-Verlag, Holdenstedt 2015, 66 Seiten, 9 Abbildungen, ISBN 978-389423-139-2 (9,95 €)

Zukunftsschau mit Spielkarten, Kersken-Canbaz-Verlag, Holdenstedt 2015, 70 Seiten, 17 Abbildungen, ISBN 978-389423-138-5 (9,95 €)

Zukunftsschau mit Tarotkarten, Kersken-Canbaz-Verlag, Holdenstedt 2015, 72 Seiten, 12 teils farbige Abbildungen, ISBN 978-389423-140-8 (9,95 €)

Zukunftsschau aus dem Namen, Kersken-Canbaz-Verlag, Holdenstedt 2015, 91 Seiten, Abbildungen, ISBN 978-389423-141-5 (9,95 €)

Zukunftsschau mit Würfeln, Kersken-Canbaz-Verlag, Holdenstedt 2016, 92 Seiten, Abbildungen, ISBN 978-389423-142-4 (9,95 €)

Der Slawen-Mythos - Wie aus Ostgermanen ein Volk der "Slawen" mit fremder Sprache und Mythologie wurde. Verlag Books on Demand, Norderstedt 2015, 210 Seiten, 36 Abbildungen, ISBN 978-37386-3786-1, 12,80 €, auch als E-Book erhältlich.

Goden - Die heidnischen Priester der Germanen. Verlag Books on Demand, Norderstedt 2016, 160 Seiten, 53 teils farbige Abbildungen, ISBN 978-3-7322-8352-1, 12,80 €, auch als E-Book erhältlich.

Quellen zum germanischen Heidentum. Verlag Books on Demand, Norderstedt 2017, 194 Seiten, 22 meist farbige Abbildungen, ISBN 978-3-7431-9357-4, 18,90 €, auch als E-Book erhältlich.

Neben zahlreichen Artikeln in verschiedenen Zeitschriften gibt v. Nahodyl Neményi die "Germanische Reihe" (48 Themenhefte) seit 1983 heraus und den Vierteljahresrundbrief "Germanen-Glaube - Blätter des Allsherjargoden für germanisches Altheidentum" (seit 1991). Ein Gesamtregister der Artikel des "Germanen-Glaube" von 1991 bis 2014 finden Sie hier.

 

 

Zur Frage ob Goden für ihre Arbeit Geld nehmen dürfen

 

Die Goden nahmen früher den Tempelzoll ein, unterhielten damit den Tempel und lebten auch davon. So wie es noch heute im Hinduismus ist: Jeder Hindu-Priester nimmt für seine Zeremonien und Rituale Geld. Es ist bezeichnend für unsere säcularisierte Gesellschaft, daß man für die ungesündesten Dinge (Cigaretten, Alkohol) viel Geld ausgibt, gleichzeitig aber meint, einem Priester für seine Tätigkeit nichts bezahlen zu brauchen. Die Konsequenz wäre dann eine reiche Gesellschaft mit bettelarmen Priestern. Der Gode macht etwas, er muß sich dazu nicht nur während des Rituals Zeit nehmen, sondern schon Tage vorher muß er nach bestimmten Regeln leben und mußte viel lernen. Warum sollte er das alles kostenlos machen? Der Klempner wird bezahlt, wenn er den Wasserhahn repariert, der Schuhmacher wird bezahlt, wenn er den Schuh ausbessert, aber vom Priester wird erwartet, daß er zum Nulltarif arbeitet? Das zeigt doch eher, daß man die Leistung eines Goden nicht würdigt, wenn sie einem nichts wert ist. Der Gode bewirkt einen Erfolg beim Ritual durch Abgabe seiner spirituellen Kraft, und deshalb ist es richtig, daß er umgekehrt etwas zurückerhält.

Es wurde kritisiert, daß ein Gode Geld nimmt, wenn er eine Ehe schließt und weiht. Traditionell ist dazu ein Gode aber gar nicht nötig, das machte früher oft der Hausvater. Wenn jemand aber lieber einen Goden dazu haben möchte, dann deswegen, weil der Gode die Götter wirksamer anrufen und erfolgreicher um Ihren Segen für die Ehe bitten kann. Das bedeutet für den Goden nicht irgendein Ritual, das bedeutet eine Woche Vorbereitung (u. a. Fasten usw.), dazu kommt die Reise in den Ort, wo die Hochzeit stattfinden soll. Das alles bedeutet Zeitaufwand und Anstrengung, was nicht kostenlos zu haben ist. Die Goden bringen eine Leistung auf spirituellem Gebiet, dafür steht ihnen eine Bezahlung zu; verarmte Goden die sich ihren Lebensunterhalt erbetteln müssen, kann niemand ernsthaft wollen. Wenn man bedenkt, wieviel Geld Hochzeitsleute für das Brautkleid oder das Hochzeitsessen ausgeben, also relativ unwichtige Dinge, dann ist nicht einzusehen, warum der Gode, der die Ehe weiht, es umsonst tun sollte. Wer sich ein Brautkleid für 1000 Euro leistet, dem sollten 300 Euro für den Goden nicht zuviel sein.
Dazu kommt noch, daß ich als Allsherjargode einen höheren Rang habe, als andere Goden. Der Dalai Lama würde sicher auch nicht zum Nulltarif zu einem Buddhisten reisen und dessen Ehe schließen.

Ein Gode, der sein Amt ernsthaft ausübt, investiert viel spirituelle Energie bei einer Eheschließung oder andern Ritualen. Und es ist selbstverständlich, daß er diese Energie in Form von einer Zahlung zurückerhält; Geld ist auch eine Form von Energie. Jeder Mensch der einen Beruf ausübt läßt sich seine Arbeitskraft bezahlen, da wäre es völlig unlogisch, wenn ein Gode keinen Lohn für seine Arbeit erhalten sollte. Die Arbeit eines Goden kann es nicht zum Nulltarif geben, da auch ein Gode leben muß. Würde er irgendeinen x-beliebigen Job nebenbei ausüben, um das zum Leben nötige Geld zu verdienen, würde darunter seine spirituelle Kraft und priesterliche Fähigkeit leiden, er hätte den Kopf mit materiellen und beruflichen Dingen voll, und auch weniger Zeit zur Verfügung. Wer sich täglich mit irgendeinem normalen Job befassen muß, dessen Verbindung zu den Göttern würde schwächer werden und abreißen. Daher lebte der Allsherjargode (Criwe) der Balten früher völlig von der Welt abgeschieden im Heiligtum Romova und hatte keinen "bürgerlichen" Beruf nebenher. Selbst das Christentum war sich der Tatsache bewußt, daß die Verbindung zu Gott am besten in der Einsamkeit, außerhalb der Welt, erfolgen kann und propagierte daher auch das Idealbild des Einsiedelers oder die Zurückgezogenheit im Kloster. Wenn man als Priester Geld für seine Dienste nimmt, bedeutet das nicht, daß man deswegen bestimmte Fähigkeiten nicht hat oder daß man betrügt.

Zum Beispiel das Schöpfen von Wasser aus den heiligen Quellen. Dazu geht man nicht einfach zur Quelle, schöpft Wasser und schickt es dem Besteller. Man muß sich einige Tage vorbereiten, um die richtige spirituelle Kraft zu haben, muß sich zur Quelle begeben, Opfergaben darbringen und dann kann erst das Wasser geschöpft werden. Eine neue Flasche muß beschafft werden und dann das Packet gepackt und versendet werden, was nur in der 12 km entfernten Stadt geschehen kann. Ich verzichte bekanntlich auf das Automobil, mache also so etwas mit dem Fahrrad. Es sind also nötig: Fahrt zur Stadt um die Flasche zu kaufen und Opfergaben zu besorgen, Fahrt zur Quelle, Opfer und kultisches Schöpfen, Fahrt zur Stadt zum Kauf der Verpackung und die Versendung. Das bedeutet mindestens 1 ganzen Tag Arbeit, ca. 50 km (je nach Quelle) Fahrt, Kosten der neuen Flasche, der Verpackung und des Portos. Dazu die mehrtägige kultische Vorbereitung. Ich nehme das ja sehr ernst und fülle nicht einfach Leitungswasser ab, wie es Scharlatane tun. Der Preis richtet sich also nach diesem Aufwand, den ich betreiben muß.

Da die Goden in heidnischer Zeit bezahlt wurden (durch den Tempelzoll), ist es für uns auch selbstverständlich, daß heutige ausgebildete und geweihte Goden Geld für ihre Leistungen erhalten.