Angebote

 

Immer wieder gibt es Anfragen von Menschen, die heidnische Zeremonien (z. B. Hochzeiten, Wasserweihen von Neugeborenen, Bestattungen, Feste und dergl.) wünschen, die vom Allsherjargoden durchgeführt werden sollen.

 

Allsherjargode v. Nahodyl Neményi bei einer Wasserweihe (heidnische Taufe).

 

Rituale und Weihen

Die aufgeführten Zeremonien werden vom Allsherjargoden geleitet; nach alter Priestertradition muß dafür auch als Gegenleistung eine Spende in einer je nach Ritual von uns festgelegten Höhe erfolgen, denn das Abhalten eines Rituals für einen Goden bedeutet eine große Anstrengung und Abgabe von spiritueller Kraft. Jeder Heide kann solche Zeremonien auch selbst ausführen, unter Leitung des Allsherjargoden aber ist ein Ritual viel wirksamer, als wenn es nichtgeweihte und nicht dafür ausgebildete Menschen durchführen.
 

Rituale

  • Heidnische Hochzeit (Eheweihe, -leite);
  • Wasserweihe eines Neugeborenen (heidnische Taufe);
  • Bestattungsritual;
  • Grundsteinlegungsritual;
  • Zelebrierung eines Jahreskreisfestes für eine Gruppe.
     

Weihen

  • Wohnungsweihe (z. B. vor einem Einzug);
  • Weihe von Gegenständen (z. B. Schiffe usw.);
  • Weihe von Amuletten und Talismanen (z. B. Thorshammer).
     

Weitere Zeremonien auf Anfrage. Die erwartete Spendenhöhe richtet sich nach dem jeweiligen Aufwand. Bitte benutzen Sie für Anfragen an den Allsherjargoden das Kontaktformular.

 

Ein heidnisches Jahresfest (Hochzeit) in einem Heiligtum. Auf den beiden Hockern am Mittsommerbaum saßen später die Brautleute.

 

Bücher
 

Als Einführung in das germanische Altheidentum gibt es seit 2004 das Buch "Götter, Mythen, Jahresfeste" von Géza von Neményi.

 

                                                          

    

Götter, Mythen, Jahresfeste - Heidnische Naturreligion, Reihe Altheidnische Schriften, 2004, 284 Seiten, 40 Abbildungen, ISBN  3-89423-125-4 (€ 23,90). Dieses Buch ist ein Einführungsbuch in das germanische Altheidentum, wie es in der GGG, HG und anderen Gruppen seit 20 Jahren praktiziert wird. Die einzelnen Gottheiten werden vorgestellt, die Mythen der Germanen, Recht und Sitte, Heiligtümer, Priestertum, Jenseitsvorstellungen und Geisterglaube. Die acht Feste des Jahreskreises sowie die Feste des Lebenskreises werden mit ihren Mythen und Bräuchen behandelt.

Neben zahlreichen Artikeln in verschiedenen Zeitschriften wird von uns der Vierteljahresrundbrief "Germanen-Glaube - Blätter des Allsherjargoden für germanisches Altheidentum" (seit 1991) herausgegeben. Ein Gesamtregister der Artikel des "Germanen-Glaube" von 1991 bis 2014 finden Sie hier.

 

Weitere interessante Bücher zum Thema (im Buchhandel erhältlich):

Die Edda (altnordische Sammlung von Mythen):

„Die Jüngere Edda – Altnotdisch und deutsch“, 2017, 188 Seiten, ISBN 978-3-7448-9974-1 (€ 14,80).
„Götterlieder der Edda – Altnordisch und deutsch“, 2017, 316 Seiten, ISBN 978-3-7448-1008-1 (€ 16,80).
„Heldenlieder der Edda – Altnordisch und deutsch“, 2018, 316 Seiten, ISBN 978-3-7528-5722-1 (€ 16,80).
„Saemundar Edda – Die Lieder der Älteren Edda in altnordischer Sprache“, 2019, 316 Seiten, ISBN 978-3-7494-4867-8 (€ 16,80).

Kommentare zur Edda:

„Kommentar zu den Götterliedern der Edda – Teil 1 Die Odinslieder“, 2008, 250 Seiten, 20 Abbildungen davon 13 in Farbe, ISBN 978-3-89423-133-0 (€ 29,80).
„Kommentar zu den Götterliedern der Edda – Teil 2, Die Thorslieder“, 2012, 151 Seiten, 26 teils farbige Abbildungen, ISBN 978-3-89423-133-0 (€ 22,90).
„Kommentar zu den Götterliedern der Edda – Teil 3 Die Vanenlieder“, 2014, 221 Seiten, 11 Abbildungen davon 7 in Farbe, ISBN 978-3-89423-136-1 (€ 27,80). 
„Kommentar zur Jüngeren Edda“, 2017, 280 Seiten, 24 teils farbige Abbildungen, ISBN 978-3-7431-8114-4 (€ 19,80).

Kultstätten:

„Kultstätten in Berlin –Altheidnische Heiligtümer, Opfersteine, Blocksberge und Kultplätze“, 2017. 252 Seiten, 70 meist farb. Abb., 18 Karten, ISBN 978-3-7448-1319-8 (€ 24,00).
„Kultstätten im Fläming - Heiligtümer, Hexen- und Blocksberge, Opfersteine, Quellen und Spukschlösser“, 2015. 171 Seiten, 55 meist farb. Abb., 25 Karten, fest gebunden, ISBN 978-3-944064-55-0 (€ 24,00).
„Die Externsteine – Sagen, Überlieferungen, Erkenntnisse“, 2018, 152 Seiten, Großformat, 70 meist farbige Abbildungen, ISBN 978-3-7460-0671-0 (€ 28,00).

Jahresfeste:

„Götter, Mythen, Jahresfeste – Heidnische Naturreligion“, 2004, 284 Seiten, 40 Abbildungen, ISBN 3-89423-125-4 (€ 23,90).
„Die Wurzeln von Weihnacht und Ostern – Heidnische Feste und Bräuche“, 2006, 275 Seiten, 62 Abbildungen, ISBN 3-89423-132-7 (€ 24,80).
„Lieder der Vorzeit – Götterlieder, Heldenlieder und alte Volkslieder“, 2013, 392 Seiten mit Noten, fest gebunden, ISBN 978-3-8482-6853-5 (€ 39,80 ).
„Heidnische Naturreligion – Altüberlieferte Glaubensvorstellungen, Mythen und Bräuche“, 1988, 464 Seiten, 48 Abbildungen, ISBN 3-89094-117-6 [antiquarisch]

Priester, Hexen:

„Goden – Die heidnischen Priester der Germanen“, 2016, 160 Seiten, 53 teils farbige Abbildungen, ISBN 978-3-7322-8352-1 (€ 12,80).
„Die Welt der Hexen“, 2003, 94 Seiten, 14 Abb. ISBN 978-389423-123-1 (13,- €).
„Hexen – Schamaninnen Europas“, 2017, 152 Seiten, 19 teils farbige Abbildungen, ISBN 978-3-7448-1416-4 (€ 18,00).

Wahrsagen, Runen:

„Heilige Runen - Zauberzeichen des Nordens“, 2004, 460 Seiten, 99 Abbildungen, ISBN 3-453-86457-3 (€ 11,95). [nur antiquarisch]
„Zukunftsschau mit Runen“,  Holdenstedt 2015, 66 Seiten, 9 Abbildungen, ISBN 978-389423-139-2 (9,95 €).
„Zukunftsschau mit Spielkarten“,  Holdenstedt 2015, 70 Seiten, 17 Abbildungen, ISBN 978-389423-138-5 (9,95 €).
„Zukunftsschau mit Tarotkarten“,  Holdenstedt 2015, 72 Seiten, 12 teils farbige Abbildungen, ISBN 978-389423-140-8 (9,95 €).
„Zukunftsschau aus dem Namen“, Holdenstedt 2015, 91 Seiten, Abbildungen, ISBN 978-389423-141-5 (9,95 €).
„Zukunftsschau mit Würfeln“, Holdenstedt 2016. 90 S., Abbildungen, ISBN 978-389423-142-2. gebunden, (9,95 €).
„Die Sprache der Vögel – Deutung von Angang, Flug und Stimme der Vögel“, 2015, 161 Seiten, 60 Abbildungen, ISBN 978-3-89423-137-8 (€ 13,80).

Glaubensvorstellungen, Quellen:

„Thors Hammer - Mythen, Überlieferungen, Volksglaube“, 2019, 124 Seiten, 37 Abbildungen, ISBN 987-3-7504-1389-4 (€ 9,90).
„Quellen zum germanischen Heidentum“, 2017, 196 Seiten, 22 teils farbige Abbildungen, ISBN 978-3-7431-9357-4 (€ 18,90).
„Der Slawen-Mythos – Wie aus Ostgermanen ein Volk der "Slawen" mit fremder Sprache und Mythologie wurde“, 2015, 210 Seiten, 36 Abb., ISBN 978-37386-3786-1 (€ 12,80).
„Was unsere Märchen bedeuten – Deutung der bekanntesten Märchen aus der Sammlung der Gebrüder Grimm“, 2015, 472 Seiten, 96 Abb., ISBN 978-3-7347-9796-5 (€ 16,80 ).
„Die Macht von Baum und Busch“, 2017, 116 Seiten, 476 farbige Abbildungen, ISBN 978-3-7448-2191-9 (€ 18,00).
„Das geistige und materielle Weltbild – Wie sich das ganzheitliche spirituelle Weltbild vom Weltbild d. Materialismus unterscheidet“, 2015, 128 S. 22 Abb., ISBN 978-3-7347-7323-5 (€ 6,80).
„Der Ursprung biblischer Mythen – Die Enträtselung christlicher Glaubensvorstellungen“, 2015, 388 Seiten, 52 Abb., ISBN 978-3-7347-7522-2 (€ 16,80).

 

Aufwandsentschädigung für Goden

 

Die Goden nahmen früher den Tempelzoll ein, unterhielten damit den Tempel und lebten auch davon. So wie es noch heute im Hinduismus ist: Jeder Hindu-Priester nimmt für seine Zeremonien und Rituale Geld. Es ist bezeichnend für unsere säcularisierte Gesellschaft, daß man für die ungesündesten Dinge (Cigaretten, Alkohol) viel Geld ausgibt, gleichzeitig aber meint, einem Priester für seine Tätigkeit nichts bezahlen zu brauchen. Die Konsequenz wäre dann eine reiche Gesellschaft mit bettelarmen Priestern. Der Gode macht etwas, er muß sich dazu nicht nur während des Rituals Zeit nehmen, sondern schon Tage vorher muß er nach bestimmten Regeln leben und mußte viel lernen. Warum sollte er das alles kostenlos machen? Der Klempner wird bezahlt, wenn er den Wasserhahn repariert, der Schuhmacher wird bezahlt, wenn er den Schuh ausbessert, aber vom Priester wird erwartet, daß er zum Nulltarif arbeitet? Das zeigt doch eher, daß man die Leistung eines Goden nicht würdigt, wenn sie einem nichts wert ist. Der Gode bewirkt einen Erfolg beim Ritual durch Abgabe seiner spirituellen Kraft, und deshalb ist es richtig, daß er umgekehrt etwas zurückerhält.

Es wurde kritisiert, daß ein Gode Geld nimmt, wenn er eine Ehe schließt und weiht. Traditionell ist dazu ein Gode aber gar nicht nötig, das machte früher oft der Hausvater. Wenn jemand aber lieber einen Goden dazu haben möchte, dann deswegen, weil der Gode die Götter wirksamer anrufen und erfolgreicher um Ihren Segen für die Ehe bitten kann. Das bedeutet für den Goden nicht irgendein Ritual, das bedeutet eine Woche Vorbereitung (u. a. Fasten usw.), dazu kommt die Reise in den Ort, wo die Hochzeit stattfinden soll. Das alles bedeutet Zeitaufwand und Anstrengung, was nicht kostenlos zu haben ist. Die Goden bringen eine Leistung auf spirituellem Gebiet, dafür steht ihnen eine Bezahlung zu; verarmte Goden die sich ihren Lebensunterhalt erbetteln müssen, kann niemand ernsthaft wollen. Wenn man bedenkt, wieviel Geld Hochzeitsleute für das Brautkleid oder das Hochzeitsessen ausgeben, also relativ unwichtige Dinge, dann ist nicht einzusehen, warum der Gode, der die Ehe weiht, es umsonst tun sollte. Wer sich ein Brautkleid für 1000 Euro leistet, dem sollten 400 Euro Aufwandsentschädigung für den Goden nicht zuviel sein.
Der Dalai Lama würde sicher auch nicht zum Nulltarif zu einem Buddhisten reisen und dessen Ehe schließen.

Ein Gode, der sein Amt ernsthaft ausübt, investiert viel spirituelle Energie bei einer Eheschließung oder andern Ritualen. Und es ist selbstverständlich, daß er diese Energie in Form von einer Zahlung zurückerhält; Geld ist auch eine Form von Energie. Jeder Mensch der einen Beruf ausübt läßt sich seine Arbeitskraft bezahlen, da wäre es völlig unlogisch, wenn ein Gode keinen Lohn für seine Arbeit erhalten sollte. Die Arbeit eines Goden kann es nicht zum Nulltarif geben, da auch ein Gode leben muß. Würde er irgendeinen x-beliebigen Job nebenbei ausüben, um das zum Leben nötige Geld zu verdienen, würde darunter seine spirituelle Kraft und priesterliche Fähigkeit leiden, er hätte den Kopf mit materiellen und beruflichen Dingen voll, und auch weniger Zeit zur Verfügung. Wer sich täglich mit irgendeinem normalen Job befassen muß, dessen Verbindung zu den Göttern würde schwächer werden und abreißen. Daher lebte der Allsherjargode (Criwe) der Balten früher völlig von der Welt abgeschieden im Heiligtum Romova und hatte keinen "bürgerlichen" Beruf nebenher. Selbst das Christentum war sich der Tatsache bewußt, daß die Verbindung zu Gott am besten in der Einsamkeit, außerhalb der Welt, erfolgen kann und propagierte daher auch das Idealbild des Einsiedelers oder die Zurückgezogenheit im Kloster. Wenn man als Priester Geld für seine Dienste nimmt, bedeutet das nicht, daß man deswegen bestimmte Fähigkeiten nicht hat oder daß man betrügt.

Zum Beispiel das Schöpfen von Wasser aus den heiligen Quellen. Dazu geht man nicht einfach zur Quelle, schöpft Wasser und schickt es dem Besteller. Man muß sich einige Tage vorbereiten, um die richtige spirituelle Kraft zu haben, muß sich zur Quelle begeben, Opfergaben darbringen und dann kann erst das Wasser geschöpft werden. Eine neue Flasche muß beschafft werden und dann das Packet gepackt und versendet werden, was nur in der 12 km entfernten Stadt geschehen kann. Ich verzichte bekanntlich auf das Automobil, mache also so etwas mit dem Fahrrad. Es sind also nötig: Fahrt zur Stadt um die Flasche zu kaufen und Opfergaben zu besorgen, Fahrt zur Quelle, Opfer und kultisches Schöpfen, Fahrt zur Stadt zum Kauf der Verpackung und die Versendung. Das bedeutet mindestens 1 ganzen Tag Arbeit, ca. 50 km (je nach Quelle) Fahrt, Kosten der neuen Flasche, der Verpackung und des Portos. Dazu die mehrtägige kultische Vorbereitung. Ich nehme das ja sehr ernst und fülle nicht einfach Leitungswasser ab, wie es Scharlatane tun. Der Preis richtet sich also nach diesem Aufwand, den ich betreiben muß.

Da die Goden in heidnischer Zeit bezahlt wurden (durch den Tempelzoll), ist es für uns auch selbstverständlich, daß heutige ausgebildete und geweihte Goden Geld für ihre Leistungen erhalten.

 

 

 

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